Maut rein, Populisten raus

Robert Schmidt zu den Folgen der von CSU-Politiker Dobrindt verfolgten Pläne einer Pkw-Maut für Ausländer

  • Von Robert Schmidt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will ab 2016 Straßennutzungsgebühren von Pkw-Fahrern durch den Verkauf von Vignetten verlangen. Gut so. Denn die klassische Maut als Streckengebühr ist teuer und oft ineffizient. Doch Dobrindt könnte sein Projekt noch verpatzen, wenn er weiter ausländische EU-Bürger benachteiligen will.

Überall gibt es sie. Der Franzose nennt sie péage, der Österreicher Pickerl, der Schweizer Vignette und der Italiener pedaggio. Nahezu alle europäischen Nachbarn verlangen für die Benutzung ihrer Straßen eine Gebühr. Dass auch Deutschland eine Pkw-Maut braucht, darin sind sich viele einig. Schließlich sind die deutschen Straßen marode. Wer außer den Autofahrern selbst sollte für die Restaurierung und den Ausbau zahlen? Eine Pkw-Maut in Deutschland ist also an sich eine gute Idee.

Doch nun stellt sich die Systemfrage: Welches Mautsystem soll es sein? Im Wesentlichen gibt es zwei. Österreich u...


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