Golem hilf!

Bodo Schulenburg: Unfassbares und Traum

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch«, heißt es bei Hölderlin. Im allgemeinen wissen wir: Manchmal gibt es einen Ausweg aus schlimmer Lage, manchmal aber auch nicht. Wir möchten hoffen, aber in diesem Buch ist sofort klar, dass den Kindern in der Wilhelm-Wolff-Straße 36 in Berlin-Niederschönhausen der Tod bestimmt war. »Wenige Menschen gehen durch die stille Straße. Singen die Kinder? Es ist ein ganz feiner Ton, so, wie Kinder weinen. Einige meinen: Ich höre nichts. Manche beten: O Herrgott, ich bitte dich, nimm dich der Kinder an, sie sind unschuldig ...! Andere sagen: Die Polizei wird das Rattennest bald ausheben!« Es war ein jüdisches Kinder- und Säuglingsheim.

Am 27. Februar 1942 wird an die Haustür geklopft. Uniformierte richten Gewehre auf die Kinder, treiben sie aus dem Haus. Erst in ein »Auffanglager« in Berlin-Mitte; von dort begann der Transport nach Theresienstadt. 150 Kinder, darunter viele Säuglinge, in de...


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