Exxon kehrt der Arktis den Rücken

US-Ölmulti kündigt wegen Ukrainekrise Joint Venture mit Rosneft auf

  • Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der Karasee soll mehr Öl als in Saudi-Arabien liegen. Doch Exxon Mobil zieht sich lieber aus diesem Geschäft zurück.

Wladimir Putin war per Videokonferenz zugeschaltet, als Igor Setschin, der Chef des staatlichen Ölförderers Rosneft, mit dem der Kremlchef seit gemeinsamen KGB-Tagen befreundet ist, die Namensgebung des Superfeldes vornahm: Pobjeda heißt es, das bedeutet Sieg. Das war Samstag und womöglich etwas voreilig. Denn Montagabend ging der wichtigste Partner von Bord: Exxon Mobil. Westliche Sanktionen wegen Moskaus Ukraine-Politik, so zitierten die Wirtschaftszeitungen »Wedomosti« und »Kommersant« einen Konzernsprecher, würden den US-Ölgiganten zwingen, die Zusammenarbeit vorübergehend einzufrieren. Ein Teil des Personals werde abgezogen.

Zuvor hatte das russische Staatsfernsehen die Exklusivrechte und für die Berichterstattung eine seiner attraktivsten Korrespondentinnen auf die Ölbohrinsel im Eismeer geschickt. Mit Weißfuchskappe und vor Ehrfurcht leicht bebender Stimme trug sie Zahlen und Fakten vor. Die weltweit nördlichste Bohrung...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.