Verantwortliche Wissenschaft

Rüstungsforschung an Hochschulen wächst - die Gegenbewegung ist dennoch weniger pessimistisch, als man denkt

  • Von Reinhard Schwarz, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Zivilklauselbewegung wirbt seit Jahren an den Universitäten dafür, auf Rüstungsforschung zu verzichten. An 13 Hochschulen mit Erfolg. Doch ist das genug für eine positive Zwischenbilanz?

»Schwerter zu Pflugscharen« - so lautet eine Losung der Friedensbewegung. Ein Transparent mit diesem Symbol hing auch beim Zivilklausel-Zukunftskongress an einer Wand der Aula der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW). Rund 150 Menschen aus den Hochschulen, Gewerkschaften und der Friedensbewegung diskutierten hier am Wochenende über Perspektiven der Bewegung, die sich seit rund sechs Jahren für ein Ende der Rüstungsforschung an deutschen Hochschulen stark macht. Ihr Bild sei eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung, »in der alle Beteiligten an der Verbesserung der Lebensbedingungen aller arbeiten«, erklärt die Kölner Studentin der Medienwissenschaften Senta Pineau.

Zivilklauseln sind Selbstverpflichtungen von wissenschaftlichen Einrichtungen, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen, zu lehren und zu arbeiten. Rund 20 Universitäten der Bundesrepublik haben solche Klauseln in ihrer Grundordnung...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.