DDR-Geheimstudie wiederentdeckt: »War nicht alles schlecht«

Bundesregierung ließ Westverwandte über Ostgastgeber ausfragen / Deutliche Mehrheit fand Lebensbedingungen in der DDR sehr gut oder mittelmäßig

Berlin. Eine geheime Studie der Bundesregierung über Einstellungen und Befindlichkeiten der DDR-Bürger ist jetzt wiederentdeckt worden. Das berichtet die »Zeit«. Demzufolge hatte die Bonner Regierung in den Jahren von 1968 bis 1989 das Institut Infratest so genannte Stellvertreter-Befragungen durchführen lassen - Meinungsstudien, in denen Bundesbürger, die Verwandte oder Bekannte im Osten besuchten, danach gezielt angesprochen und nach ihrer Rückkehr über Haltung und Auffassungen ihrer ostdeutschen Gastgeber befragt wurden. Wie die Zeitung schreibt, lasse sich anhand der bislang weitgehend unbekannten Studie »erstmals nachweisen, dass der Satz ,Es war nicht alles schlecht‘ keine Ostalgie bedeutet, sondern dass die DDR-Bürger tatsächlich damals vieles in ihrem Staat nicht negativ bewerteten«.

Laut der ...


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