Santos bringt Schlagkraft nach Europa

Kolumbianischer Präsident will mit Kanzlerin Merkel zivil-militärische Zusammenarbeit besprechen

  • Von David Graaff, Bogotá
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Kolumbianische Sicherheitskräfte sollen an EU-Missionen am Horn von Afrika und in der Ukraine teilnehmen. Kritik kommt vor dem Berlin-Besuch von Präsident Juan Manuel Santos von der deutschen LINKEN.

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch in Berlin Kolumbiens Präsidenten Juan Manual Santos empfängt, soll es um den Frieden in dem südamerikanischen Land gehen. Santos reist derzeit durch Europa, um um Unterstützung für die Friedensverhandlungen zu werben, die seine Regierung seit mehr als zwei Jahren mit der Rebellengruppe FARC führt.

Ein Thema des Gesprächs mit der Kanzlerin dürfte aber auch die geplante Beteiligung von kolumbianischen Sicherheitskräften an den Krisenbewältigungsoperationen der EU am Horn von Afrika und in der Ukraine sein. Denn wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN im Bundestag hervorgeht, die »nd« exklusiv vorliegt, hat die EU vor wenigen Tagen beschlossen, Kolumbien einzuladen, sich an der zivilen Polizeimission EUAM in der Ukraine zu beteiligen. Bei dem EU-Außeneinsatz sollen Experten aus verschiedenen Ländern die örtlichen Behörden bei Fragen der Rec...


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