1000 Kühe stinken zum Himmel

Größter Milchviehhof Frankreichs sorgt für Proteste und Unbehagen bei den Bauern

  • Von Andrea Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Beispiel des »Hofs der 1000 Kühe« zeigt sich die Debatte um die Zukunft der französischen Landwirtschaft.

Der Landwirtschaftsminister ist machtlos, die Gegner müde und sechs Unternehmer überzeugt, die Zukunft der Landwirtschaft in den Händen zu halten - vor kurzem nahm der bisher größte Milchviehhof Frankreichs mit zunächst 150 Rindern den Betrieb auf. Die 5,7 Hektar im Norden Frankreichs waren ursprünglich für 1000 Kühe und 750 Zuchtrinder geplant. Jede Kuh wird drei Mal täglich gemolken und verbringt den Rest der Zeit im Stall, in dem für jedes Tier 10,5 Quadratmeter vorgesehenen sind. Eine Biogasanlage dient der Aufbereitung des Mists. Sechs Landwirte haben sich im Projekt »SCL Lait pis carde« zusammengeschlossen, um die Kosten zu senken und eine größere Rentabilität zu erlangen.

Doch der »Hof der 1000 Kühe« stößt seit Jahren auf Widerstand. Die Vorwürfe: Massentierhaltung, fragwürdige Zuchtmethoden, Gefahr der Verseuchung des Grundwassers und der Luft. Für die Confédération Paysanne, die Gewerkschaft der Kleinbauern, ist das P...


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