Tschechen an Tagebau interessiert

Energiekonzern EPH würde Vattenfall die Lausitzer Kohlesparte abkaufen

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die SPD und die Gewerkschaft wollen sich die Kohle nicht wegnehmen lassen. Jeder der beiden meint dies auf seine Weise.

Nach einem Besuch in Schweden teilte SPD-Landtagsfraktionschef Klaus Ness am Dientag in Potsdam mit, vor dem schwedischen Staatskonzern Vattenfall liege - bezogen auf seine Lausitzer Kohlebetriebe - eine unternehmerische Entscheidung, »die unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten keine schöne Entscheidung« sei. An anderen Orten habe der Energiekonzern gewaltige Verluste eingefahren, so dass nun zur Debatte stehe, ob er seine profitable Braunkohlesparte in der Lausitz verkaufe, um die eigenen Bargeldbedingungen zu verbessern.

Innerhalb der vergangenen 14 Jahre habe Vattenfall acht Milliarden Euro Gewinn aus der Lausitz gezogen, informierte Ness. Politisch sei der Vorgang deshalb so schwierig und unübersichtlich, weil die Minderheitsregierung von Sozialdemokraten und Grünen in Stockholm sowohl die schwedischen Linken als auch eine bürgerliche Partei gewinnen müsse, um überhaupt einen gültigen Landeshaushalt aufstellen zu k...


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