Der Schutt des Joseph Goebbels

Kunstaktion

Der für seine verstörenden Raumskulpturen bekannte Künstler Gregor Schneider hat das Geburtshaus des Nazi-Propagandaministers Joseph Goebbels entkernen lassen und will den Schutt in Warschau ausstellen. »Die Arbeit soll erinnern und mahnen«, sagte Schneider. Er betonte, es gehe ihm mit dem Projekt keinesfalls um »Kommerzialisierung«.

Schneider hat nach eigenen Angaben das Haus in Rheydt bei Mönchengladbach 2013 gekauft, nachdem er eine Anzeige entdeckt hatte. Bei ihm sei es »in guten Händen«. »Es wäre unvorstellbar, wenn es zu einem Treffpunkt von Rechtsradikalen geworden wäre.« Die Stadt Mönchengladbach bestätigte die Historie des Hauses. Er wolle an die Millionen Opfer der Nazi-Diktatur zu erinnern, sagte Schneider. In Warschau wolle er eine »unmissverständliche Geste« zeigen. dpa

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung