»Geht doch nach Drüben!«

Propaganda, Vertrauensverlust, neue Formate: In diesem Jahr wurde die Medienlandschaft erschüttert

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Für viele deutsche Mediennutzer war 2014 ein hartes Jahr: Ein signifikanter Teil der Bevölkerung sieht – im krassen Widerspruch zur dominierenden Presse-Position – »den Westen« in der Ukraine eher als Aggressor.

Für viele deutsche Mediennutzer war 2014 ein hartes Jahr: Ein signifikanter Teil der Bevölkerung sieht – im krassen Widerspruch zur dominierenden Presse-Position – »den Westen« in der Ukraine eher als Aggressor, Russland eher reagierend. Für sie ist es nicht Wladimir Putin sondern Petro Poroschenko, der in enger US-Abstimmung ukrainische Großstädte bombardiert. Für nicht wenige Menschen ist die Abspaltung der Krim voraussehbare und kaum widerufliche Konsequenz aus dem von neoliberalen Putschisten gekaperten Maidan-Aufstand.

Diese Menschen können nicht akzeptieren, dass zum Teil die selben Journalisten, die während der Massenmorde in Irak und Afghanistan geschwiegen haben, nun wegen der unblutigen Krim-Sezession einen Wirtschaftskrieg gegen die russische und europäische Bevölkerung entfachen.

Auch das bequeme »hinterher ist man immer schlauer« gilt nicht mehr. Gut möglich, dass die Tonkin-Lüge, mit der der Vietnam-Krieg b...


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