Bundeswehr und BND erstellten Killerlisten

Zeitungsbericht über »gezielte Tötungen« in Afghanistan: Der Skandal hinter dem Skandal - alles nicht neu!

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst waren aktiv und in bisher unbekanntem Ausmaß an der an »gezielten Tötungen« in Afghanistan beteiligten, schreibt »Bild«.

Die »Bild«-Zeitung berichtete am Dienstag über sogenannte gezielte Tötungen durch deutsche Soldaten in Afghanistan. Man beruft sich auf brisante Dokumente, über die man nicht berichtet habe, »solange der Einsatz in Afghanistan lief«. Mit dem Ende des Einsatzes sei es nun möglich, die historisch gewandelte Rolle von Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst (BND) bei der gezielten Jagd auf Terroristen zu dokumentieren.

Der deutsche Generalmajor Markus Kneip habe 2011 als Kommandeur in Afghanistan persönlich »Personenziele« ausgewählt. Im Hauptquartier Masar-i-Scharif habe es eine sogenannte Target Support Cell gegeben. Deren Auftrag war es, »Informationen für die Nominierung möglicher Personenziele zu sammeln«. Bei einer Besprechung im Mai 2011 habe Kneip gefordert, es als »Priorität« zu behandeln, einen Aufständischen namens Kari Hafis »festzunehmen oder zu neutralisieren«.

Der BND habe genehmigt, dass von dem Geheimdienst ...


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