Die Würde der Menschen ist antastbar

Jetske Mijnssen inszenierte Engelbert Humperdincks Oper »Königskinder« in der Dresdner Semperoper

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Dresdens Kultur - deren Träger wie deren Freunde - fiel schon in tiefsten DDR-Zeiten durch Konservatismus auf. Unter Modrow war das nicht anders. In Zeiten der Wende noch viel schlimmer - »Helmut, Helmut!« - und jetzt, wo Kohorten von angepassten Rassisten mit ihren Weibern, Kindern, Opas und abendländischem Schwulst unter der Schädeldecke vor der Semperoper auflaufen und »Wir sind das (deutsche) Volk!« grölen, ist vielleicht noch nicht einmal der Höhepunkt erreicht.

Just zur zweiten Premiere der »Königskinder« von Engelbert Humperdinck traf sich der konservativ reaktionäre, von maßgeblichen Stellen der Politik und deren Suborganen animierte, ermunterter, gelenkte, bestätigte, beflügelte Mob wieder zusammen und schrie gegen jene an, welche derzeit zu den Hilflosesten der Welt gehören, gegen die Verfolgten, Vertriebenen, Erniedrigten, durch eine konzertierte kriegerische Destabilisierungspolitik in Nahost und anderswo an den Ra...


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