Kick mit Volksküche und Flyer

Selbstorganisierter Fußball - Die »Antifa League« etabliert sich in Athens Stadtteilen

  • John Malamatinas
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Sie hatten genug von Rassisten auf den Zuschauertribünen in den Stadien, von Korruption und von Kommerz im griechischen Fußball. Also gründeten junge Athener ihre eigene Liga - die Antifa League.

Der Ball rollt und springt auf hartem Betonboden. Die Spieler von Gkela Ciao blasen erneut zum Angriff gegen die klar unterlegene Mannschaft von Aplutakia. Letztere hat hart zu kämpfen, denn in dieser bitteren Kälte liegen sie schon nach wenigen Minuten 0:3 zurück. Ein paar Fans zittern mit. Hinter dem Zaun, der das Fußballfeld im Wäldchen des Athener Stadtteils Pagkrati von der kleinen Tribüne trennt, lauern etwa 50 eifrige Anhänger der zwei »Traditionsvereine« gemeinsam hinter einer Fahne der Antifaschistischen Aktion. Nein, das ist nicht die Superleague, die Profi-Fußballliga Griechenlands. Es ist die Antifa League die sich seit zwei Jahren in den Zentren der Stadtbezirke Athens etabliert hat.

Die Antifa League ist eine selbstorganisierte Fußballliga. Sie wird gespielt von Menschen, die den Fußball lieben, so wie er angeblich früher gespielt wurde: romantisch in unbebauten Grundstücken und in den Armenvierteln, weit weg von...


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