Widerstand gegen Ball der Burschis

Wien: Größte antifaschistische Kundgebung seit Jahren / Festnahmen und Verletzte

  • Von Samuel Stuhlpfarrer, Wien
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mehr als 9000 Menschen gingen am Freitag in der österreichischen Hauptstadt auf die Straße, um gegen den »Wiener Akademikerball« zu demonstrieren. Die Bilanz: 54 Festnahmen und zehn Verletzte.

Die Veranstaltung, die früher als Ball des Wiener Korporationsrings (WKR-Ball) geführt wurde und nun bereits zum dritten Mal in Folge von der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) ausgerichtet wird, gilt als Tummelplatz der europäischen extremen Rechten. Tatsächlich gaben sich hier in den vergangenen Jahren etwa Bruno Gollnisch, Felip DeWinter und der deutsch-schwedische Rechtsextreme Patrik Brinkmann die Klinke in die Hand. Der Umstand, dass die Veranstaltung Jahr für Jahr in den Räumlichkeiten der Wiener Hofburg, dem repräsentativsten Gebäude der Republik, stattfindet, sorgt zudem für Kritik.

Nach den teilweise gewalttätigen Auseinandersetzungen im Zuge der Proteste im vergangenen Jahr war die Anspannung in diesem Jahr im Vorfeld groß. 2014 nahmen etwa 8000 Menschen an den Protesten teil. Die Polizei hatte damals alle Demonstrationszüge bereits vor dem Beginn des Balls gegen 19 Uhr ohne erkennbaren Gru...


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