Naivität ist weg, das große Ziel aber nicht

Auf der 258. Demo gegen den Untertagebahnhof wird die Kopfbahnhofdemokratie wieder tief Luft holen

  • Von Gesa Leesen, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Stuttgart 21 wird gebaut, nichts scheint das noch ändern zu können. Doch die »Unentwegten« lassen sich nicht abbringen - von ihrem Protest und der Hoffnung, dass sie sich am Ende durchsetzen.

»Ihr baut nicht einen Prellbock ab, sondern die Demokratie« - unter dieser Überschrift ertönt am Montagabend der Selbstvergewisserungsprotest auf der 258. Montagsdemo gegen Stuttgart 21. Es werden wohl wieder ein paar hundert Leute kommen. Sie gehören zum harten Kern der S 21-Gegner, sie sind diejenigen, die sich nicht entmutigen lassen in ihrem Kampf gegen den unterirdischen Bahnhof. Und das, obwohl in Stuttgart als auch im Umland kräftig am Bahnhof und der Neubaustrecke nach Ulm gebaut wird.

Die Unermüdlichen sind fest davon überzeugt, dass sich das Projekt immer noch stoppen lässt. Dass Politiker irgendwann die Reißleine ziehen, das Loch am heutigen Kopfbahnhof wieder zuschütten lassen, die Tunnelbohrungen in der umliegenden Region stoppen. In zahlreichen Facharbeitsgruppen und Gutachten haben Ingenieure, Architekten, Bahnhofsexperten doch das Unausweichliche nachgewiesen: Dass der achtgleisige Tiefbahnhof weniger leisten können wird...


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