Ich will keine Quote sein

Isabel Coixet wehrt Debatten um die Gleichberechtigung ab

Der Schnee machte sich rar, aber zumindest die Sonne versöhnte Dieter Kosslick. Der Berlinale-Chef kann viel, aber nicht alles. Er hoffte, dass eine weiße Schneedecke die Hauptstadt in sanftes Licht taucht und die Gäste der Eröffnung auf »Nobody wants the Night« von Isabel Coixet einstimmt, eine Odyssee im Ewigen Eis. Coixet ist erst die zweite Frau, deren Film die Berlinale eröffnet. Kosslick springt mit dem frostigen Eröffnungsfilm auf die Diskussion um Frauenpower in der Filmbranche auf.

Nein, die erste Frau sei sie nicht, deren Film die Berlinale eröffnet. Das war Margarethe von Trotta, weiß die spanische Regisseurin Isabel Coixet, die zu den Stammgästen des Festivals zählt. Sie ist das sechsten Mal in Berlin, um ihren Film »Nadie quiere la noche« (Nobody Wants the Night) vorzustellen.

Auch Frankreichs Superstar Juliette Binoche ist gerne in Berlin, unvergessen ihr Auftritt in der Adaption »Der englische Patient«. Die beiden »alten Hasen« auf der Berlinale brachten zwei Newcomer mit: Altstar Gabriel Byrne, der bei »Fräulein Smillas Gefühl für Schnee« schwänzte und die alle mit ihrem Lächeln bezaubernde Japanerin Rinko Kikuchi.

Die Abenteuer-Geschichte »Nadie quiere la noche« geht auf eine wahre Begebenheit zurück und zeigt weniger eine starke, als eine starrköpfige Frau, die ihren Willen mit aller Gewalt durchsetzt und dabei im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht. 1908 macht sich der amerikanisc...


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