»Zwischen Gucci und Gummistiefel«

Entschleunigungs-Magazine wie »Flow«, »Emotion Slow« oder »My Happinez« haben immer mehr Erfolg. Warum?

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

»Her mit dem schönen Leben« - so lautete das Titelthema der ersten Ausgabe der Zeitschrift »Emotion Slow«. Damit hat das Entschleunigungsmagazin anscheinend das Bedürfnis vieler Menschen angesprochen.

»Her mit dem schönen Leben« - so lautete das Titelthema der ersten Ausgabe der Zeitschrift »Emotion Slow« im Mai letzten Jahres. »Her mit dem schönen Leben« war vor über zehn Jahren auch einmal ein beliebter Slogan von linken Gruppen. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2002 mobilisierten Attac und Gewerkschaftsjugend damit für einen bundesweiten Aktionstag. Allerdings mit dem Zusatz »Eine andere Welt ist möglich«, der im Vergleich zu »Emotion Slow« eine völlig entgegengesetzte Ausrichtung verdeutlicht. Während bei Attac und Gewerkschaftsjugend eine politisch-gesellschaftliche Dimension angesprochen wurde, bezieht sich »Emotion Slow« auf das Individuum.

Die Zeitschrift »Emotion Slow« gehört zum relativ jungen Segment der sogenannten Entschleunigungs-Magazine, mitunter wird auch der Begriff Weltflucht- oder Mindstyle-Zeitschriften gebraucht. Titel wie »Flow«, »Happinez«, »My Harmony« oder »Herzstück« erfreuen sich steigender Auflagen...


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