Keine Boxer-Panzer für Litauen?

Bundesverteidigungsministerium lehnt Anfrage ab / Neue Rüstungsprobleme auch beim NH90-Hubschrauber

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Verteidigungsministerium hat eine Anfrage Litauens nach Transportpanzern des Typs »Boxer« abgelehnt. Neu entdeckter Pazifismus spielte bei der Entscheidung keine Rolle: Die Bundeswehr meldete für das störanfällige Gerät schlicht Eigenbedarf an.

Das Verteidigungsministerium hat eine Bitte des NATO-Partners Litauen um schnelle Lieferung von Transportpanzern des Typs »Boxer« abgelehnt. Das Land fühlt sich vom russischen Vordringen in der Ukraine bedroht und will daher seine alten M113-Transportpanzer ergänzen oder gar ersetzen.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte, grundsätzlich begrüße man die Modernisierung der litauischen Streitkräfte angesichts des gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses als NATO-Mitgliedsstaat und versuche, Litauen »im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen. Eine Abgabe von gepanzerten Transportfahrzeugen der Bundeswehr oder der Weiterkauf von Fahrzeugen, die in den nächsten Jahren beschafft werden sollen, ist nicht vorgesehen.«

Vertragspartner wäre nach litauischen Vorstellungen die Bundesregierung, nicht Hersteller Krauss-Maffei Wegmann. So könnte ein zeitaufwendiges Rüstungsexportverfahren vermieden werden, ber...


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