Charmeoffensive zielt auf Lehrer

Bildungsminister will im laufenden Jahr mehr als 1000 Pädagogen neu einstellen

  • Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Schatten bundesweiter Lehrer-Warnstreiks präsentier Bildungsminister Günter Baaske (SPD) sein Programm zur Lehrerwerbung. So werden nun Stellen über ein neues Fachkräfteportal ausgeschrieben.

Attraktive Einkommen, sichere Arbeitsplätze, entspannte Tätigkeit, eventuell Sonderzuschläge, garantierte Verbeamtung und damit verbunden hohe Zuschläge beim Kindergeld - Lehrer, die sich für Brandenburg entscheiden, können sich über mangelnde Vorteile nicht beklagen. Hinzu gesellen sich noch jährlich rund 70 bezahlte Urlaubs- (Ferien-)tage und Vorruhestandsregeln, von denen der gewöhnliche Brandenburger nur träumen kann. Mit diesen verlockenden Konditionen wird das Land, weil es im laufenden Jahr 700 Lehrer verlieren wird und dafür rund 1000 neue einstellen will. Der Bildungsminister schaltete am Dienstag das neue Internet-Fachkräfteportal »Bildung« frei.

Der gegenwärtige Lehrerstamm ist stark überaltert, rund 400 Lehrer sind dauerkrank, die übrigen auch nicht immer da. Und weil die rot-rote Landesregierung den Pädagogen eine Pflichtstunde pro Woche erlassen will, entsteht noch ein zusätzlicher Bedarf von 300 Lehrern. Deshalb...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.