Hilfe aus der Trickkiste

Ein Forschungsprojekt untersucht die emotionale Wirkung von animierten Gesichtern auf autistisch gestörte Patienten

Freude, Ekel, Trauer - Autisten fällt es häufig schwer, Emotionen anderer zu erkennen. Hilfe könnte aus aus dem Trickfilmstudio kommen.

Nikita hat starke Stimmungsschwankungen. Lächelt sie grade noch fröhlich, verfinstert sich ihre Miene gleich wieder, um dann in einen überraschten Gesichtsausdruck umzuschlagen. Was bei einem Menschen Anlass zur Sorge gäbe, ist bei Nikita erwünscht: Das Mienenspiel der computeranimierten jungen Frau soll Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) dabei helfen, Gefühle besser in den Gesichtern ihres Gegenübers zu erkennen.

Nikita und ihre Computerkollegen Sara, Gunnar und Hank sind Teil eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Filmakademie in Ludwigsburg, der Uniklinik Freiburg und der Uni Konstanz. Im Zentrum steht die Erforschung und Verringerung von Gesichtserkennungsstörungen bei autistischen Kindern und Jugendlichen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Gerade ist Halbzeit.

»Warum sich manche Menschen mit ASS so schwer damit tun, die ...


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