Als Endlager ungeeignet

Breiter Protest gegen neue Pläne für Atommülllagerung in Schacht Konrad

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

An diesem Donnerstag wird in Salzgitter gegen den Entsorgungsplan für Atommüll protestiert. Die Stadt steht hier im Mittelpunkt.

»Es reicht!«, hat jemand mit gelber Farbe auf eine Mauer im Stadtteil Drütte gesprüht: »Schacht Konrad nicht vergrößern, sondern zuschütten!« Unter einer Brücke an der Autobahn A 39, die an der niedersächsischen Stadt Salzgitter vorbeiführt, stapeln sich Blechfässer mit dem Radioaktivitätswarnzeichen. An viele Hauswände und Laternenpfähle geklebte Plakate rufen zum Widerstand.

Im ehemaligen Eisenerzbergwerk Konrad in Bleckenstedt, einer Ortschaft im Stadtgebiet von Salzgitter, soll das nationale Endlager für schwach und mittelradioaktiven Müll gebaut werden. Die meisten Anwohner hielten dies von Beginn an für keine gute Idee. Mehr als 200 000 Bürger erhoben Einwände, Stadtverwaltung und evangelische Kirche zogen gegen das Vorhaben vor Gericht - und scheiterten. Eine breite Protestfront bildete sich, sie reicht vom CDU-Oberbürgermeister Frank Klingebiel bis zur IG Metall, vom Landvolk bis zu Sportvereinen.

Seit Ende verga...


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