Olympia 2024: Der Favorit zerlegt sich selbst

Werbung mit Leni Riefenstahl, Lobbyismus und Intransparenz: Boston verliert an Zustimmung

  • Thomas Häberlein und Dominik Kortus, Boston
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die bislang größte Peinlichkeit war die Sache mit Leni Riefenstahl. Vor etwa zwei Wochen verschickte das Bewerbungskomitee, das die Olympischen Sommerspiele 2024 nach Boston bringen will, via Twitter eine Liste mit zehn Filmen mit Bezug zu Olympia - verbunden mit dem Hinweis: Lassen sie sich am Wochenende doch auf ihrer Couch inspirieren. Nummer eins auf der Liste: »Olympia« von Leni Riefenstahl. Der Tweet ist mittlerweile gelöscht, doch dass »Boston2024« den Film einer Regisseurin empfahl, die ein enges Verhältnis zu Adolf Hitler pflegte und dessen Ideologie verbreitete, ist mindestens ein PR-Desaster. Auf der Liste fand sich übrigens auch der Film »Munich« von Hollywood-Gigant Steven Spielberg über das Olympiaattentat 1972 in München. Das alles mit dem Hinweis versehen »Get inspired«.

Die hanebüchene Filmauswahl ist beileibe nicht der einzige Grund, warum »Boston2024« mittlerweile eine so miserable Figur abgibt. Der Favorit ...


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