Nicht nur irgendwas mit Internet

In Berlin begann der größte Digital-Kongress der Welt

  • Von Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Datenschutz, NSA, Kommerzialisierung, Netzaktivismus, Zukunft des Internets? Zur achten Auflage der re:publica drohte viel Digital Gedöns. Doch dann kam Johnny.

Bemüht, den nerdigen Charme alter Tage aufrecht zu erhalten, haben sich die Macher der re:publica auf jeden Fall: Pinkes Neonlicht flackert durch die dunklen Backsteingänge. Trance-Musik plätschert dahin. In einem Seitenraum des ehemaligen Berliner Postbahnhofs baumeln Glühbirnen an der Decke. Die mit 100 Watt und Wolfram-Draht! Wer nicht ohnehin schon mit Undercut oder Vollbart kam, der wird mit kostenlosem Jute-Beutel am Eingang zwangsverhipstert. Ein bisschen fühlt sich die re:publica morgens um 9.30 Uhr an wie das Berghain zur selben Uhrzeit. Nur vor dem Klo fragt niemand ob man »was Schnelles« braucht. Das W-LAN bleibt trotzdem langsam.

In einer Zeit als NSA noch für Nachsendeauftrag stand, passierte es, dass sich 700 internetaffine Menschen trafen, um über irgendwas mit Internet zu diskutieren und dabei versehentlich den neuen Job die neue Berufsbezeichnung des Netzaktivisten etablierten. Acht Jahre später gilt die re:pu...


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