Das »s« macht den Unterschied

Am Wochenende nahmen 800 Menschen am MarxIsMuss-Kongress in Berlin teil

  • Von Huey Freeman
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vier Tage ununterbrochene Diskussion, Marx als Dreh- und Angelpunkt mit Blick in die Welt. Der Kongress »MarxIsMuss« ging am Sonntag im nd-Gebäude zu Ende.

Ein Marxismus-Kongress im nd-Gebäude? Schnell hat man ein Bild vor Augen: Graue Bärte und kahle Köpfe bei einem Referat aus einem DDR-Lehrbuch. Doch der Kongress, der übers Wochenende am Franz-Mehring-Platz in Berlin-Friedrichshain vor sich ging, heißt »MarxIsMuss«. Das kleine »s« am Ende macht den großen Unterschied. Das Publikum erinnert eher an eine Hipster-Modemesse: Junge Menschen mit Piercings, Rastas und Jutebeuteln prägen das Bild. Knapp 800 waren es, die an rund 100 Veranstaltungen teilnahmen.

Nach jedem Vortrag werden die Zuhörer aufgefordert, zwei Minuten lang mit ihren Sitznachbarn zu diskutieren - diese »Murmelrunde« soll helfen, Ideen für die folgende Diskussion zu entwickeln. Doch die Blocks dauern nur 90 Minuten, der Plan ist zum Platzen voll - beispielsweise Samstag, 15 Uhr: Zeitgleich laufen Diskussionen über Feminismus, die Ukraine, den NSU, die Kitastreiks ... Von Donnerstag bis Sonntag wird ununterbrochen ...


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