Von Göttern und Abgöttern

Stefan George und die Theosophie

  • Von Sabine Neubert
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Dass die Geistesgeschichte des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch religiös-okkulte Aspekte hatte, ist lange vergessen, verdrängt worden. Drei Bücher füllen nun diese Lücke.

»Die Theosophische Gesellschaft war die kulturgeschichtlich einflussreichste esoterische Institution des frühen 20. Jahrhunderts«, schreibt Jan Stottmeister in seinem Band über Stefan George (1868 - 1933). Eine der wichtigsten Gründerfiguren war die umtriebige Russin Helena Petrowna Blavatsky (1831 - 1891) in deren New Yorker Wohnung die Theosophical Society 1875 ins Leben gerufen wurde. Diese verstand sich in der Verschmelzung von mystischen, gnostischen, okkulten und fernöstlichen Elementen als Gegenbewegung zu moderner Wissenschaftsgläubigkeit. Zusammen mit Henry Steel Olcott verlegte Blavatsky das Zentrum der Gesellschaft ins südindische Adyar. Ihre Werke »Isis entschleiert« und »Die Geheimlehre« machten sie damals weltbekannt. Von Legenden...


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