»Ich möchte einfach alleine auf die Toilette gehen können«

Interview mit dem Bruder des Guantanamo-Häftlings Mohamedou Ould Slahi

Mohamedou Ould Slahi ist seit 2001 in Guantanamo. Seine Geschichte ist weltberühmt: Sein »Guantanamo-Tagebuch« ist ein Bestseller. Emran Feroz sprach mit einem seiner Brüder, der weiterhin auf eine Freilassung hofft.

Kurz nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 wurde der Mauretanier Mohamedou Ould Slahi verschleppt und nach Guantanamo gebracht. Dort sitzt er bis heute ein. Seine Geschichte kennt mittlerweile die ganze Welt. Slahis »Guantanamo-Tagebuch« avancierte in den letzten Monaten zum Bestseller. Yahdih Ould Slahi, einer von Mohamedous Brüdern, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Mit Emran Feroz hat er über das Schicksal seines Bruders gesprochen – und wie die Familie die Hoffnung auf dessen Freilassung nicht aufgegeben hat.

Wann haben Sie Ihren Bruder das letzte Mal gesehen?
Yahdih Ould Slahi: Leibhaftig habe ich meinen Bruder das letzte Mal vor rund fünfzehn Jahren gesehen. Damals hat er mich zum Flughafen gebracht. Das war kurz bevor ich zum allerersten Mal nach Deutschland gereist bin. In den letzten Jahren seiner Gefangenschaft begann dann der Kontakt mit ihm via Videotelefonie. Das letzte Gespräch fand erst vor Kurzem statt.

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