Durch den eisigen Rand

Der Flug der Sonde »New Horizons« am Pluto vorbei und weiter in die Tiefe des Kuiper-Gürtels soll Rätsel der Planetenbildung klären

  • Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Schon die ersten Bilder der US-Sonde »New Horizons« vom Zwergplaneten Pluto und seinem größten Begleiter Charon waren zwar um Längen detaillierter als alles, was irdische und Weltraumteleskope bisher lieferten. Die neuen Bilder haben noch an Schärfe gewonnen, denn mit jeder Stunde hatte sich die Sonde dem Pluto um weitere 50 000 Kilometer genähert. Näher als 12 000 Kilometer kam die Kamera dem eisigen Zwerg am Rande des Sonnensystems allerdings beim Vorbeiflug nicht. Auf diese Distanz können die Sensoren der Sonde keine Objekte unter 50 Metern Durchmesser mehr auflösen.

In den nächsten Monaten kommt ein Strom von Daten aus den sieben wissenschaftlichen Instrumenten der Sonde zur Erde. Es wird allerdings weniger ein Wasserfall an Daten sein, wie mancherorts zu lesen war, sondern ein Tröpfeln der Daten. Denn die Übertragung erfolgt mit nur zwei Kilobit pro Sekunde, deutlich langsamer als die Telefonmodems der 1990er Jahre. Deshalb w...


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