Man achte auf die Knipszangen

»Annäherung« - Reisenotizen von Eugen Ruge

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Es dauert lange, bis der Mensch nichts mehr erreichen will. Bis Einverständnis eintritt: Du fasst eh nicht, was geschieht - säume also guten Gewissens, verfehl dein verbissen protzendes Ziel. Also: Sei auch reisend und darüber schreibend so, als hätte es um nichts anderes zu gehen als um das Erzählen von sehr banalen Vorgängen. Die doch aber schon das große Ganze sind und insgesamt, am Ende, das berauschende Ereignis - nämlich: Nuancen, noch und noch.

Trotzdem sollte diese Masse der flüchtigen Eindrücke vibrieren, wie nur je eine Schatzsuchergeschichte. Exerzitien der Anschauung. Schreiben als zutaten- und zusatzloses pures Geltenlassen dessen, was oft als profan abgefertigt wird. Auf diese Weise erzählt sich die Welt selber, und wo sich die Welt selber erzählt, ist ein Autor womöglich am stärksten präsent. Notatliteratur. Als sei der Sand am Meer zählbar. Als sei Beobachtung schon die Hochform aller Achtung. Eugen Ruge versucht s...


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