Was geschah im Bonner Flüchtlingsheim?

Polizei schießt mehrfach auf offensichtlich verwirrten 23-jährigen Guineer / Mitbewohner widersprechen Darstellung der Beamten

  • Von Jana Klein
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Zur Schussabgabe auf einen Flüchtling in Bonn-Endenich am Samstagabend hatte es widersprüchliche Angaben in der Presse gegeben. Zunächst hieß es, der Mann aus Guinea habe Polizeibeamte attackiert, die sich mit der Waffe verteidigt hätten. Andere Berichte sprachen davon, die Schüsse seien erfolgt, weil der flüchtende Täter nach wie vor bewaffnet gewesen war, zur Gefahrenabwehr. Spricht man mit Geflüchteten aus dem Heim in Bonn-Endenich, stellt sich die Lage jedoch anders da. Völlig chaotische Zustände habe es beim Eintreffen der Polizei gegeben, die das Gelände nur unzureichend abgesperrt habe. Die Räumung sei nur teilweise erfolgt, ein von einer Initiative zur Unterstützung der Flüchtlinge organisiertes Sommerfest wurde vom Innenhof erst verzögert aufgelöst, obwohl sich der Flüchtige in einem zum Hof angrenzenden Raum verschanzt hatte. Mehrere Bewohner flohen mit ihren Kindern in die Wohnungen von Nachbarn, andere versteckten sich in i...


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