Umstrittene Rückkehr nach Utøya

Die norwegischen Jungsozialisten laden erstmals seit dem Massaker von 2011 wieder zum Sommercamp ein

  • Von Bengt Arvidsson, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Jugendorganisation der Arbeiterpartei lädt am Wochenende wieder in das Sommerlager auf der Insel Utøya ein. Zum ersten Mal seit dem Anschlag und viel zu früh, wie Überlebende von 2011 kritisieren.

Es war ein umstrittener Beschluss, als Norwegens sozialdemokratischer Jugendverband (AUF) bekannt gab, man werde in diesem Jahr erstmals wieder ein fröhliches Sommerlager auf der Fjordinsel Utöya abhalten. Auf der völlig renovierten und umgebauten Insel, 45 Autominuten von Oslo entfernt, werden am Wochenende die ehemaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg und Gro Harlem Brundtland sowie der Vorsitzende der Arbeiterpartei Jonas Gahr Store zu den Jugendlichen sprechen.

Vor vier Jahren, am 22. Juli 2011, war der rechtsextreme Moslemhasser Anders Behring Breivik als Polizist verkleidet auf die Insel gekommen und erschoss dort 69 zumeist junge Sozialdemokraten. Systematisch tötete er Menschen, die sich nach dem ersten Treffer noch bewegten, mit Kopfschüssen. Sogar Tränengas hatte er dabei, um diejenigen, die sich in Gebäuden versteckten, heraus und in den Tod zu treiben.

Zuvor hatte Breivik einen Bombenanschlag in Osloer Regie...


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