Ein Koffer voller Krach

Mit einem dreitägigen Happening feierte das Kunsthaus »KuLe« sein 25-jähriges Bestehen

  • Von Celestine Hassenfratz
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Mit einem dreitägigen Happening feierte das Kunsthaus »KuLe« sein 25-jähriges Bestehen. Das besetzte Haus in Mitte ist ein Refugium alternativer Kunst und Lebens inmitten des gentrifizierten Hipster-Viertels.

Der Rhythmus der Freiheit, er kommt aus dem Keller. Metallisch klingt er, ein wenig polternd, schraubt sich klopfend die Stufen der alten Bäckersstube nach oben, bis in den Hof. Unten, sitzt Jörg Heuer. Mit einem Plastiklöffel bearbeitet er gerade ein Gebilde aus Metalldosen in einem Koffer. Neben ihm: eine junge Frau, mit einem Geigenbogen streicht sie über ein Stück Draht. Ein junger Mann dreht dahinter unaufhörlich die Kurbel eines Walkmans, scratcht Tonfragmente in den Klangteppich. Seit zwei Tagen schon sitzt Jörg hier im Keller, drückt Besuchern Drumsticks und Holzklöppel, Drahtschnüre und Erlebnis in die Hand. Seine Installation »Amp Tea Music«, ein Koffer voller leerer Nussdosen aus Blech, Orangenmarmelade manche, Drähten, Kontaktmikrofonen, die der Künstler aus Kleinteilen des Security-Fachbedarfs selbst zusammengebaut hat, ist Teil eines dreitägigen Happenings mit Performances, Konzerten, Lesungen und Filmvorführungen, des Ha...


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