«Ich wünschte, du wärest nie geboren worden»

In der Reihe der Bücher von Oliver Sacks steht seine Autobiografie «On the Move» am Ende - als Bekenntnis und Vermächtnis

  • Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Bewusstseinserweiterung«, schrieb Peter Hacks in seinem lustigen, aber durchaus ernst gemeinten Pamphlet »Zur Romantik«, »ist ein Gewinn in dem Sinn, worin Herzerweiterung, Lebererweiterung usf. als ein Gewinn sich betrachten lassen. Es ist unbestritten, dass Rauschgift erst dumm macht und dann tötet. Wer es nimmt, muss dumm sein wollen und muss tot sein wollen.«

Der am Sonntag 82-jährig in New York verstorbene Schriftsteller und Neurologe Oliver Sacks - er erlag keiner Lebererweiterung, sondern den Folgen einer Leberkrebserkrankung - hat als junger Mann in den sechziger Jahren exzessiv mit Drogen experimentiert. In seiner kürzlich erschienenen Autobiografie »On the Move - Mein Leben« beschreibt er ausführlich, wie skrupellos er sich den Wirkungen nicht nur von Cannabis und Prunkwindensamen, sondern auch von synthetischen Drogen auslieferte - bis hin zur lebensbedrohenden Amphetaminabhängigkeit.

Sacks, in einem jüdischen Lond...


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