«Ein klarer Schritt zurück»

Behindertensportverband kritisiert Ausbootung von Prothesensportlern bei Olympia

  • Von Oliver Kern
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Deutsche Behindertensportverband übte am Mittwoch harsche Kritik an einer Regeländerung des Leichtathletik-Weltverbands.

Friedhelm Julius Beucher hatte sich lieber noch einen Tag Zeit gelassen. Seine Worte wollten offenbar wohl überlegt sein, damit sie ihre Wirkung nicht verfehlen. Am Mittwoch, zwei Tage nachdem «nd» über eine Regeländerung des Leichtathletik-Weltverbands IAAF berichtet hatte, die es Prothesensportlern quasi unmöglich macht, bei großen Meisterschaften von Nichtbehinderten zu starten, holte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) gemeinsam mit seinem Vize Karl Quade zum verbalen Gegenschlag aus.

«Die Entscheidung der IAAF ist ein herber Rückschlag für die Inklusion im Sport», ließ Beucher mitteilen. Sie zeige, «dass keine gemeinsamen Lösungswege beschritten werden sollen und Athletinnen und Athleten mit mechanischer Hilfe von Olympischen Spielen sowie Weltmeisterschaften de facto ausgeschlossen werden - ohne über eine gesicherte wissenschaftliche Grundlage zu verfügen».

Die IAAF hatte kurz vor der WM in Peking...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.