Grundbesitz spaltet die Schotten

432 Personen und Körperschaften besitzen mehr als die Hälfte des Bodens - die linksliberale Regierung will eine gerechtere Verteilung

  • Von Meike Stolp, London
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die schottische Regierung will eine umfassende Landreform umsetzen und bisherige Steuerprivilegien streichen. Die Großgrundbesitzer wollen die Pläne durchkreuzen.

Wer schon einmal in Schottland war, der schätzt die Weite der Landschaften und die zum Teil eher spärliche Zivilisation in manchen Gebieten. Auf 77 910 Quadratkilometern Fläche verteilen sich lediglich rund 5,4 Millionen Menschen. Die schottische Regierung schätzt das Land auch - nur möchte sie es gerechter verteilen.

Denn in Schottland besitzen ganz wenige Menschen ganz viel Land. Schottlands Regierung unter Nicola Sturgeon will deshalb den Landbesitz zukünftig regulieren. Die Reform, die bis zu den Regionalwahlen im Mai 2016 durchgesetzt werden soll, stößt aber vor allem bei den Großgrundbesitzern auf wenig Gegenliebe.

»Das schottische Land ist ein Gut, das allen ein Gewinn sein soll und nicht nur einigen wenigen«, kündigte Sturgeon im Frühjahr an. Sie hatte nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum im Herbst den Stuhl des nordbritischen Regierungschefs von ihrem Parteikollegen der linksliberalen Scottish National Pa...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.