Die Zeche zahlt der dänische Steuerzahler

Feste Fehmarnbeltquerung wird zum Finanzproblem

  • Von Andreas Knudsen, Kopenhagen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Megainfrastrukturprojekt einer festen Fehmarnbeltquerung bereitet mittlerweile auch den dänischen Politikern Sorgen. Die Kosten explodieren und der ursprüngliche Zeitplan ist Makulatur.

Wäre es nach dem ersten Zeitplan gegangen, wäre der Fehmarnbelttunnel bereits wenigstens zur Hälfte fertiggestellt. 2018 war ursprünglich als Eröffnungstermin genannt worden. Mittlerweile scheint es realistischer, dass mindestens ein Jahrzehnt mehr vergehen muss, bevor Züge und Autos zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Lolland unter der Ostsee rollen können.

Die wichtigsten Gründe für die Verzögerungen liegen auf deutscher Seite. Hier hat das Projekt weitaus weniger ökonomisches und politisches Gewicht. Deshalb konnte der Beschlussprozess zu den deutschen Landanlagen nicht Schritt halten mit dem Tempo auf dänischer Seite. Während hier die notwendigen Umweltgutachten und Bauplanungen für die Erweiterung der Autobahn, der Errichtung einer zweiten Eisenbahnspur und einer Reihe von Brücken längst erstellt und bestätigt sind, müssen sich die deutschen Verkehrsplaner noch in Geduld üben. Der Prozess könnte sich bis 20...


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