Das »verlässlichste Sicherheitsnetz« reißt

Versorgung der Flüchtlinge aus Syrien mit Nahrungsmitteln in Teilen praktisch zusammengebrochen / Welternährungsprogramm: Rationen werden gekürzt oder ganz gestrichen / Geld für Hilfsprogramme fehlt

  • Von Vincent Körner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Berlin. Fehlende finanzielle Mittel zur humanitären Unterstützung von Kriegsflüchtlingen in den Krisenregionen treiben immer mehr Menschen auf den gefährlichen Weg nach Europa. Vor allem die Versorgung mit Nahrungsmitteln ist in den vergangenen Monaten in Teilen praktisch zusammengebrochen – weil nicht genug Geld von Regierungen etwa an das Welternährungsprogramm WFP der Vereinten Nationen fließt.

Dieses Programm sei immer das »verlässlichste Sicherheitsnetz« für Flüchtlinge gewesen, sagte WFP-Vertreter Rasmus Egendal am Mittwoch im Bundestagsausschuss für Entwicklung. »Das ist nicht mehr so.« Für die rund sechs Millionen Flüchtlinge in Syrien und in den benachbarten Aufnahmeländern steht nicht einmal die Hälfte der Mittel bereit. Die Folge: Essensrationen müssen gekürzt werden. »Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt«, so Egendahl.

Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok nannte die fehlenden Gelder für die Nahrun...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.