Befestigte Grenze, entgrenzte Gewalt

Gewalt gegen Flüchtlinge in Mexiko: Ein Roman und aufschlussreiche Analysen über den alltäglichen Terror

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Eine reichhaltige Literatur über den mexikanischen Drogenkrieg gibt es in Form von Romanen und Reportagen, wobei nur sehr wenige dieser in Mexiko erscheinenden Titel ins Deutsche übersetzt werden. Dieser Tage erlebt Mexiko den Jahrestag der Verschleppung von 43 Lehramtsstudenten, die am 26. September 2014 von der lokalen Polizei in Iguala im Bundesstaat Guerrero verhaftet wurden und seitdem verschwunden sind. Ob die bei einer Demonstration festgenommenen Studenten an sogenannte Narcos, also Mitglieder von Drogenkartellen, übergeben wurden, ist unklar. Die Grenze zwischen bundesstaatlichen Behörden, lokaler Polizei und rivalisierenden Drogenkartellen ist in Mexiko sowieso fließend.

Bewaffnet sollen die lokalen Polizisten angeblich mit jenen Gewehren von Heckler und Koch gewesen sein, um die es in den vergangenen Monaten hierzulande eine Diskussion wegen möglicher Verstöße gegen Ausfuhrgenehmigungen gab. Einer der entführten Student...


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