Für eine sozialere EU

EGB-Kongress in Paris wählt Gewerkschaftsführung neu

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nur alle vier Jahre tagt der Kongress des Europäischen Gewerkschaftsbundes. Diesmal dreht sich vieles um die Attacken auf soziale Errungenschaften.

Der Kampf für ein sozial gerechteres Europa und die Verteidigung der Rechte der Arbeitnehmer gegen immer dreistere Versuche der Unternehmer, sie auszuhebeln, stand im Mittelpunkt des 13. Kongresses des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in dieser Woche in Paris. Bei der Begrüßung der 600 Delegierten von 90 Gewerkschaftsorganisationen aus 39 europäischen Ländern mahnte der französische Präsident François Hollande ein »sozialeres Europa« an. »Die Stimmen, die soziale Errungenschaften in Europa in Frage stellen, werden immer zahlreicher und lauter«, stellte er fest. Angeblich sei mehr Flexibilität nötig, um die Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und zu Wirtschaftswachstum zurückzukehren. »Doch die Arbeitnehmer untereinander zu Konkurrenten zu machen und die EU auf einen grenzenlosen Arbeitsmarkt reduzieren zu wollen, das ist nicht das Europa, das wir wollen«, betonte Hollande.

Als Gastredner räumte EU-Kommissionspräsident J...


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