Wer, wenn nicht er?

Lilienthals Schlepper

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Er hat es schon geschafft. Noch bevor es richtig losgeht! Matthias Lilienthal, der neue Intendant der Münchner Kammerspiele, ist bei den bayerischen Obrigkeiten angeeckt und hat sich einen Anpfiff des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann eingefangen. Der CSU-Politiker erkannte nämlich messerscharf, dass die für Mitte Oktober von den Kammerspielen einberufene »Internationale Schlepper- und Schleusertagung (ISS)« mehr fehlgeleitete Politpropaganda als ein gelungenes Kulturprojekt sei.

Solche Art »Kritik« mit 14 Tagen Vorlaufzeit spart dem Haus in der Maximilianstraße jede Menge Werbekosten. Das funktioniert so ähnlich wie einst in der DDR, wo ein Seitenhieb Kurt Hagers auf eine Veröffentlichung deren Publikumserfolg garantierte.

Doch lästern wir nicht nur über die Bayern, leisten die sich doch für eine der renommiertesten Bühnen der Republik einen fantasievollen Querulanten wie Lilienthal als Intendanten. Und so ganz ohn...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.