Mehr Hilfen für traumatisierte Geflüchtete gefordert
Schätzung: 50 Prozent der ankommenden Geflüchteten traumatisiert / Spezialisierte psychosoziale Zentren völlig überlastet / Auch viele Helfer »überfordert und ausgelaugt«
Rund die Hälfte der ankommenden Geflüchteten in Berlin ist laut Schätzungen traumatisiert - durch Krieg, Folter und Flucht. Spezialisierte Zentren für sie sind aber mittlerweile trotz Riesenengagements komplett überfordert.
Berlin. Ärzte in der Bundeshauptstadt dringen auf bessere Unterstützung bei der Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen. Von den derzeit bis zu 1.000 täglich neu ankommenden Flüchtlingen in der Bundeshauptstadt seien rund 50 Prozent durch Kriegs-, Folter- und Fluchterfahrung traumatisiert, sagte die Geschäftsführerin und Ärztliche Leiterin des Behandlungszentrums für Folteropfer (bzfo), Mercedes Hillen, am Freitag in Berlin.
Spezialisierte psychosoziale Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer wie das bzfo und weitere 25 Zentren deutschlandweit hätten ihre Kapazitätsgrenzen längst überschritten. Der Berliner Bischof Markus Dröge forderte bei einem Besuch des Zentrums einen Ausbau von entsprechenden Beratungseinrichtungen.
Im bzfo werden den Angaben zufolge jährlich etwa 500 traumatisierte Flüchtlinge mit einer...
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