Merkels Werben um Zustimmung zu TTIP

Die Bundeskanzlerin sprach vor dem Gewerkschaftstag der IG Metall und bekam Applaus für ihre Flüchtlingspolitik

  • Hans-Gerd Öfinger, 
Frankfurt am Main
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Tag vier beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt. Mehr Tarifverträge, eine aktive Lohnpolitik und das Zurückdrängen von Leiharbeit und Werkvertrag: So lautet die politische Agende des neuen IG-Metall-Chefs Jörg Hofmann.

Tag vier beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt am Main. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Neben lobenden, mit artigem Beifall bedachten Worten für die neue IG-Metall-Spitze, die Rolle der IG Metall als Gesprächs- und Sozialpartner warb die Kanzlerin für Zustimmung zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP.

»Sie haben nie großen Einspruch gegen Handelsabkommen mit Südkorea eingelegt. Und nun wird so getan, als ob die USA ein Land seien, wo man das Allerschwerste befürchten müsse«, sagte Merkel und löste damit ein Raunen im Saal aus. »Umweltstandards gibt es auch in den USA, das haben wir jüngst gelernt«, so die Kanzlerin in Anspielung auf den aktuellen VW-Abgasskandal. »Keinen einzigen EU-Standard werden wir verändern«, versuchte sie die Zuhörerschaft zu beruhigen und warnte die TTIP-Kritiker vor einem »Eigentor« bei einem Scheitern der Verhandlungen. »Reden wir noch einmal darü...


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