Warum das Kyoto-Protokoll scheiterte

Klimapolitik braucht die sozial-ökologische Transformation - und diese braucht eine wirkungsvolle Klimapolitik

Das Kyoto-Protokoll hat die Mächtigen und das bestehende Wirtschaftssystem gestärkt. Mit Marktmechanismen lässt sich der Klimawandel nicht stoppen.

Das Kyoto-Protokoll wie auch das EU-Emissionshandelssystem sind seit 2005 in Kraft, doch der Verbrauch fossiler Brennstoffe, insbesondere der Kohle, hat weiter zugenommen. Gründe dafür sind die billigen Preise für Kohle, Gas und Öl - letztere nicht zuletzt aufgrund der ökologisch problematischen Förderung »unkonventioneller« Energieträger aus Teersanden oder mittels Fracking.

Dass der Emissionshandel und die beiden anderen »flexiblen« Kyoto-Mechanismen - die »Gemeinsame Implementierung« und der »Mechanismus für saubere Entwicklung« - zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen, war von Beginn an ein Trugschluss. In den Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll war die EU für klare Obergrenzen bei den Emissionen eingetreten, doch die USA und Japan setzten sich durch. Hauptbefürworter des Emissionshandels waren übrigens die Ölkonzerne BP und Shell.

Wir sollten nicht vergessen: Am Ende der zähen Verhandlungen um das Kyoto-Protokoll 199...


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