Sagenstoff als Filmkulisse

Nibelungen-Festspiele

Die Wormser Nibelungen-Festspiele holen den historischen Sagenstoff um Siegfried, Hagen und Co. in die Gegenwart. Das für 2016 geplante Stück spielt während eines fiktiven Filmdrehs vor dem Wormser Dom, wo der Produzent Konstantin Trauer sich einen Lebenstraum erfüllen und einen Streifen über die Nibelungen drehen will. Nach Festspiel-Angaben vom Mittwoch wird das um Liebe, Rache und Gewalt kreisende Nibelungenlied dabei zum geheimen Drehplan für die Crew - »die Stimmung ist explosiv, jeder intrigiert gegen jeden«.

»Gold. Der Film der Nibelungen«, lautet der Titel des zweiten Stücks, das unter der Ägide des Festspielintendanten Nico Hofmann entsteht. Es stammt wie die diesjährige Produktion »Gemetzel« aus der Feder des Autors Albert Ostermaier. Nach Darstellung der Festspiele ist es eine »Kamerafahrt in die Abgründe der Seele und Ängste, ein schonungsloses Close-up unserer Gesellschaft«.

Ostermaier selbst sieht in dem Stück, das von Nuran David Calis inszeniert wird, »eine Hommage an Fassbinder, Lars von Trier und Truffaut«. »Gold« erzähle von einem Filmteam, »das sich liebt und hasst, zerfleischt und küsst, während alles rettungslos auf ein Finale zuläuft, in dem nicht nur eine Bombe platzt«, kündigten die Festspiele an. Gezeigt werde »das irrwitzige Theater, das entsteht, wenn ein Film gedreht wird und das wilde Ineinandergreifen von Theater und Film«. dpa/nd

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