Krieg in der Kulisse

Im Kino: «Steve Jobs» von Danny Boyle

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Du bist kein Ingenieur und du kannst keine Programmcodes schreiben - Herrgott, was machst du eigentlich?«, fragt der langjährige Apple-Manager John Sculley seinen für die übergreifenden Visionen zuständigen Seher. »Ich spiele das Orchester«, entgegnet der trocken. Dieser berühmte Dialog beschreibt nicht nur die Höhe, in der Steve Jobs über jenem Orchestergraben schwebte, in dem die ihm ergebenen Nerds und Spezialisten an der ganz praktischen Erschaffung der Apple-Melodie der Wunderdinge schraubten und rechneten. Das Gespräch erzeugt auch ein realistisches Bild seiner alles andere als bescheidenen Selbsteinschätzung. Und es ist längst nicht das einzige Musikgleichnis in Danny Boyles One-Man-Drama »Steve Jobs« über den getriebenen Mann hinter den Macintosh-Maschinen.

An anderer Stelle geht es um Jobs’ große Leidenschaft für Bob Dylan, etwa wenn er bei einer Präsentation dessen Klassiker »The Times they are a-changin’« zitiert. Der s...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.