Schmutzig, teuer und beliebt

Braunkohleabbau verlangsamt die Energiewende. Die STEAG setzt dennoch darauf

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Pro Euro auf der Stromrechnung erzeugt die Braunkohleverstromung zwei Euro externe Kosten, die RWE, Vattenfall und Co. auf die Allgemeinheit abwälzen. Das ist das Ergebnis einer Greenpeace-Studie.

Die Braunkohleverstromung koste die deutsche Gesellschaft mindestens 15 Milliarden Euro pro Jahr, verkündete am Mittwoch die Umweltorganisation Greenpeace unter Berufung auf die selbst in Auftrag gegebene Studie »Gesellschaftliche Kosten der Braunkohle«. Erstellt wurde sie vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft.

Die Energiekonzerne profitierten von Steuerprivilegien, Ausnahmen und abgeschobenen Folgekosten in Milliardenhöhe, sagte Greenpeace-Energieexpertin Susanne Neubronner mit Blick auf das 26-seitige Papier. Würden diese Kosten auf den Preis einer Kilowattstunde Braunkohlestrom aufgeschlagen, müsste sich deren Preis verdreifachen. Stattdessen wälzten RWE, Vattenfall und Co. »große Kostenblöcke auf die Gesellschaft ab«.

13 Milliarden Euro Kosten pro Jahr entstünden allein durch den braunkohlebedingten Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid. Doch nur ein Bruchteil davon werde den Konzernen über den europäischen Emiss...


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