Mit Schutzweste zur Demo

Tagung: Journalisten müssen bei Recherchen immer öfter um ihre Gesundheit bangen

  • Von Dieter Hanisch, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In einer Zeit, in der »Lügenpresse« zum geflügelten Wort geworden ist, haben viele engagierte Journalisten Angst vor Angriffen. Das darf nicht so bleiben, sagen Medienvertreter.

Es vergeht keine Woche ohne fremdenfeindliche und rassistische Proteste. Aus dem Internet bahnt dieser sich seinen Weg auf die Straße. Journalisten sehen es als wichtige Aufgabe an, darüber sachlich und mit Hintergrundinformationen zu berichten, die Thematik von verschiedenen Seiten zu beleuchten, was viele Anti-Asyl-Aktivisten unterm Strich in ein kritisches Licht rückt. Dafür handeln sich die Berichterstatter nicht selten Beschimpfungen wie »Lügenpresse« ein - doch es bleibt längst nicht mehr bei verbalen Attacken. Immer häufiger kommt es zu körperlicher Gewalt gegen Journalisten und zu Bedrohungen, die ein Fall für Polizei und Staatsanwalt werden. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Mecklenburg-Vorpommern hatte über diese Geschehnisse zu einer Veranstaltung nach Schwerin eingeladen und damit bei Medienvertretern der Landespressekonferenz offene Türen eingerannt.

Im September bekam während einer Pegida-Demonstration ein Report...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.