»Wachsen ist ein Imperativ«

Ost-Beauftragte sucht neue Ideen für ostdeutsche Industrie

  • Hendrik Lasch, Magdeburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Industrie in Ostdeutschland ist zu kleinteilig und zu wenig innovativ. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung will das ändern. Rezepte zeichnen sich aber höchstens in Ansätzen ab.

Es gibt Statistiken, denen zufolge der Osten den wirtschaftlichen Anschluss scheinbar geschafft hat. Bei der Zahl der Industriebetriebe je 100 000 Einwohner zum Beispiel. Es sind 56 - in Ost wie West, sagt Klaus Olbricht. Der Präsident der IHK Magdeburg tritt freilich umgehend auf die Euphoriebremse: »Über die Größe der Betriebe«, räumt er ein, »sagt die Zahl nichts.«

Es ist eine entscheidende Einschränkung. Zwar sind in den ostdeutschen Bundesländern auch nach dem industriellen Kahlschlag und teils verfehlter Privatisierungspolitik der 1990er Jahre noch immer viele Firmen etwa im Maschinenbau aktiv. Meist aber handelt es sich allenfalls um mittelständische Unternehmen. Im Westen arbeite die Hälfte der Beschäftigten in Firmen mit über 250 Mitarbeitern, im Osten sei es nicht einmal jeder Vierte, sagt Iris Gleicke, die Ostbeauftragte der Bundesregierung. Diese »Kleinteiligkeit«, fügt die SPD-Politikerin hinzu, sei ein »eindeutiger s...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.