»Die eigene Regierung vor sich hertreiben«

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung setzt auf die Klimabewegung und deren Engagement für eine nachhaltige und soziale Entwicklung

Die Klimakonferenz in Paris ist wichtig, doch die Aussichten auf ein ambitioniertes Abkommen gering, meint Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung und langjährige Umweltpolitikerin. Deshalb müsse man das Treffen nutzen, um weiter auf eine sozial-ökologische Transformation hinzuarbeiten – jenseits diplomatischer Bemühungen um einen Weltklimavertrag. In den Ländern und Regionen entscheide sich, wie viel die großen Ansagen der Staatschefs wirklich wert sind. Mit Enkelmann sprach Susanne Götze.

Bisher waren linke Klimaaktivisten und Experten eher skeptisch, was ein internationales Klimaabkommen betrifft. Warum ist Ihnen die COP21 so wichtig?
Wir reisen mit einer großen Delegation von 47 Leuten an - rund die Hälfte davon sind Gäste aus dem Ausland. In unseren Auslandsbüros bearbeiten wir das Thema Klimawandel schon lange zusammen mit den lokalen Partnern, beispielsweise in Nicaragua, Nigeria oder Vietnam.

Aber es ist richtig, dass die internationale Klimapolitik bei uns in der Stiftung zeitweise aus dem Blick geraten ist. Deshalb waren wir beispielsweise auch nicht auf der Klimakonferenz in Warschau vor zwei Jahren. Diese Entscheidung wurde intern scharf kritisiert - unter anderem auch von mir. Dieses Mal haben wir uns von vornherein verständigt, was wir wirklich wollen und warum auch die internationale Klimapolitik so wichtig ist. Es geht uns weniger um den Regierungsgipfel. Wir interessieren uns vor allem für die Foren...



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