Die Waffen sollen sieben Tage schweigen

Nächste Woche Friedensverhandlungen zwischen den Konfliktparteien in Jemen geplant

  • Oliver Eberhardt, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Jemen soll kommende Woche ein einwöchiger Waffenstillstand beginnen; Regierung und Huthi-Miliz wollen sich zu Friedensgesprächen treffen. Doch die Hoffnungen auf ein Kriegsende sind noch gering.

Die Explosion war auch für einen Krieg extrem: Noch kilometerweit soll die Detonation zu hören gewesen sein, mit der Jaafar Mohammad Saad am Sonntag in Aden getötet wurde. Erst im Oktober war Saad vom Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zum Gouverneur der jemenitischen Hafenstadt Aden ernannt worden; man hatte damit zeigen wollen, dass die gegen die Regierung kämpfenden Huthi-Milizen nun aus der größten Stadt des Südens vertrieben sind. Im November kehrte dann die Regierung aus dem saudi-arabischen Exil nach Jemen zurück und bezog Quartier in Aden. Dort wurde sie nun mit dem Anschlag vom Sonntag mitten ins Herz getroffen.

Die Urheber, eine radikale Gruppierung, die erst vor wenigen Monaten dem Islamischen Staat (IS) die Treue erklärt hatte, zeigten damit, dass auch hochmoderne gepanzerte Geländewagen und ein zum Schutz des Regierungssitzes aufgestelltes Patriot-Abwehrsystem, das seinen Weg aus den USA über Saudi-Arabien nach Jemen ...


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