Aufstieg und Absturz

Heute ist der UNO-Welttag der Berge

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Berge sind unser tägliches Leben. Denn wir glauben. An sonst was. Manche sogar an ..., ach lassen wir das. Zu glauben, das ist toll. Denn Glaube versetzt Berge. Das ist wichtig, wenn man in der Talsohle lebt. Die aber versetzt keiner, die bleibt. Wie die Kirche in jenem Dorf, das wir auch Welt nennen können. In dieser Welt bleibt so vieles, was wir lieber versetzen würden, sonst wohin. Geht aber nicht, schon gar nicht durch Glauben. Müllberge, Aktenberge, Schuldenberge. Leichenberge. Wir schauen am innigsten auf, wenn es bergab geht. Vom Berg holen wir uns das Vokabular, wenn es für genaue Sprache nicht reicht: Erdrutschsieg, Lawine, Seilschaften, Gipfeltreffen, der steile Aufstieg. Absturz inklusive.

Heute ist der UNO-Welttag der Berge. Immer schon musste der Berg die Steigerungslust des menschlichen Bewusstseins aushalten. Er thront als Gott, steht als Metapher, reckt sich als Mythos. Berge haben Furcht erweckt, Anbetung ausgelö...


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